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<title>Transkulturalität</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Transkulturalität</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Transkulturalität</b> beschreibt ein Kulturkonzept, in welchem sich <a href="Kulturen" class="mw-redirect" title="Kulturen">Kulturen</a> miteinander verbinden, vermischen und voneinander untrennbar zu betrachten sind.
</p><p>Der Begriff der Transkulturalität wurde von dem kubanischen Anthropologen <a href="Fernando_Ortiz_Fern%C3%A1ndez" title="Fernando Ortiz Fernández">Fernando Ortiz Fernández</a> in den 1940er Jahren geprägt, um die Reziprozität der Kulturkontakte zwischen Europa und Lateinamerika und deren kreatives Potenzial zu bezeichnen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Mit der Thematik befassten sich auch die Ethnologen <a href="Clyde_Kluckhohn" title="Clyde Kluckhohn">Clyde Kluckhohn</a> und Frank L. Strodtbeck.
</p><p>Der Begriff wurde im deutschsprachigen Raum vom Philosophen <a href="Wolfgang_Welsch_(Philosoph)" title="Wolfgang Welsch (Philosoph)">Wolfgang Welsch</a> seit Anfang der 1990er Jahre verwendet und weiterentwickelt.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Gesellschaftskonzept bezeichnet für Welsch die <i>transkulturelle Gesellschaft</i> eine Gemeinschaft, an der alle teilhaben, gleich aus welcher nationalen Kultur sie ursprünglich kommen.
</p><p>Speziell die umfangreiche lateinamerikanische Begriffsgeschichte und Diskussion zielt demgegenüber auf die Infragestellung bestehender Machtverhältnisse, um eine „harmonistische Perspektive zu vermeiden“.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Theorie_der_Transkulturalität_nach_Welsch"><span id="Theorie_der_Transkulturalit.C3.A4t_nach_Welsch"></span>Theorie der Transkulturalität nach Welsch</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Transkulturalität"><span id="Transkulturalit.C3.A4t"></span>Transkulturalität</h3></div>
<p>Grundlegend für das Kulturverständnis von Welsch ist, dass Kultur nicht etwas Trennendes, sondern etwas Verbindendes ist. Bei der Begegnung zweier unterschiedlicher Kulturen gibt es stets Anknüpfungspunkte, die als Konsequenz zu einer Verwischung der Grenzen, möglicherweise aber auch zu einer Aufhebung dieser Grenzen führen können.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Jedoch entsteht aus den separaten Einzelkulturen des klassischen Kulturbegriffs keine Globalkultur, keine uniforme Weltkultur, sondern Individuen und Gesellschaften, die transkulturelle Elemente in sich tragen. Die Kombination von verschiedenen vertikalen und horizontalen Elementen verschiedener Herkunft macht so jedes Individuum transkulturell.
</p><p>Wichtig ist Welsch in diesem Zusammenhang das Erkennen der „fremden“ Elemente in einem selbst. Die eigene Identität bestehe zu einem großen Teil auch aus „fremden“ Elementen; erst wenn einem diese Fremdheit bewusst ist, erkenne man auch die Ähnlichkeiten mit äußeren Fremdheiten.
</p><p>Ansatz für eine solche Kultur sei der Austausch von unterschiedlichen Lebensformen, Wertehaltungen und Weltanschauungen. Durch diese Art der „Begegnung“ entstünden neue Formen kultureller Verbindungen, die in einer Art Netzwerk miteinander verwoben werden.
</p><p>Kommunikationsmedien wie das <a href="Internet" title="Internet">Internet</a> oder das <a href="Fernsehen" title="Fernsehen">Fernsehen</a>, über das täglich Meldungen und Nachrichten aus der ganzen Welt eintreffen, trügen ebenso wie moderne Verkehrsmittel zu Kontakten und Mischungen bei. An einem einzigen Tag könnte heutzutage ein Mensch, der über diese verfügen kann, mehr über die Sitten und Gebräuche anderer Kulturen erfahren, als das früher innerhalb von Wochen oder gar Monaten möglich gewesen sei.
</p><p>Kulturell gesehen könnten Menschen derselben <a href="Nationalit%C3%A4t" title="Nationalität">Nationalität</a> voneinander stärker als je zuvor verschieden sein, was im Gegenzug aber bedeuten könne, dass sie international umgangsfähiger seien.
</p><p>Welsch benutzte den Begriff Transkulturalität allerdings ohne Verweis auf die Schriften von Ortiz.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Abgrenzung_gegenüber_Multikulturalität_und_Interkulturalität"><span id="Abgrenzung_gegen.C3.BCber_Multikulturalit.C3.A4t_und_Interkulturalit.C3.A4t"></span>Abgrenzung gegenüber Multikulturalität und Interkulturalität</h3></div>
<p>In seiner Theorie stellt Welsch dem Verflechtungsmodell der Transkulturalität das Kugelmodell der <a href="Multikulturalit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Multikulturalität">Multikulturalität</a> und der <a href="Interkulturalit%C3%A4t" title="Interkulturalität">Interkulturalität</a> gegenüber. Er folgt dabei der Kulturvorstellung <a href="Johann_Gottfried_Herder" title="Johann Gottfried Herder">Herders</a>, der die Kulturen als in sich geschlossene und homogene Kugelsysteme betrachtete.<sup id="cite_ref-musikforum_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-musikforum-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Demnach sind Kulturen gleichermaßen wie Kugeln nicht kommunikationsfähig, sondern „können nur einander stoßen“.<sup id="cite_ref-musikforum_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-musikforum-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit dieser Auffassung darf ein Individuum von seiner Kultur nicht abweichen; „man darf kein Fremder in seiner Gruppe sein.“<sup id="cite_ref-musikforum_6-2" class="reference"><a href="#cite_note-musikforum-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie schließt auf diese Weise Begegnungen oder gar Vermischungen mit außenstehenden Kulturen, d.&nbsp;h. Kugeln, aus.
</p><p><i>Multikulturalität</i> beschreibt eine Gesellschaft, in der viele Kulturen in Kugelgestalt nebeneinander existieren, wie die Deutschen, die Türken, die Chinesen usw. in einem Land. Die Kultur eines Landes erscheint somit als Mosaik bzw. Collage von vielen verschiedenen Kulturen.<sup id="cite_ref-buckesfeld_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-buckesfeld-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Interkulturalität</i> hingegen entsteht beim Durchbrechen dieses reinen Nebeneinanders von Kulturen und es wird ein Dialog bzw. Austausch zwischen ihnen erreicht. Aber auch die Interkulturalität bleibe mit der „Gefahr“ der Beibehaltung kultureller Differenzen hinter einer Vermischung im Sinne der Transkulturalität zurück, da sie noch an der Kugelvorstellung verhaftet bleibe.<sup id="cite_ref-buckesfeld_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-buckesfeld-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ferner erklärt Welsch in seiner Theorie der Transkulturalität die Kulturvorstellung entsprechend dem Kugelmodell für historisch falsch, da Vermischungen seit jeher existierten (z. B. <a href="Albrecht_D%C3%BCrer" title="Albrecht Dürer">Albrecht Dürer</a> oder <a href="Georg_Friedrich_H%C3%A4ndel" title="Georg Friedrich Händel">G. F. Händel</a>). Jedes Individuum habe seine „eigene innere Transkulturalität. […] Jede Kultur ist hybrid.“<sup id="cite_ref-musikforum_6-3" class="reference"><a href="#cite_note-musikforum-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei entstand die Vorstellung der Kulturen als voneinander abgegrenzte Kugeln erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts und fand während des Nationalsozialismus den Versuch ihrer normativen radikalen Umsetzung.
</p><p>Aufgrund der Probleme durch die Vorstellung der Kultur als Kugel sieht Welsch sowohl Multikulturalität als auch Interkulturalität theoretisch ohne jeden Erfolg, da sie – wie er selbst meint – „einander nur missverstehen können.“<sup id="cite_ref-musikforum_6-4" class="reference"><a href="#cite_note-musikforum-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Solch eine <a href="Inkommensurabilit%C3%A4t_(Wissenschaftstheorie)" title="Inkommensurabilität (Wissenschaftstheorie)"> Inkommensurabilität</a> der Kulturen findet sich auch in anderen Theorien, wie der <a href="Hermeneutik" title="Hermeneutik">Hermeneutik</a> <a href="Hans-Georg_Gadamer" title="Hans-Georg Gadamer">Gadamers</a> (in ihr ist eine Verständigung nur zwischen Kulturen gleicher Herkunftsgeschichte möglich (beispielsweise zwischen einem Bayern und einem Thüringer), nicht aber darüber hinaus (z. B. ein Deutscher und ein Chinese)).<sup id="cite_ref-musikforum_6-5" class="reference"><a href="#cite_note-musikforum-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="J%C3%BCrgen_Bolten" title="Jürgen Bolten">Bolten</a> fügt dieser Abgrenzung zwischen Trans- und Interkulturalität jedoch hinzu, dass sich zum Zeitpunkt dieser Kritik von Welsch die interkulturelle Forschung bereits weiterentwickelt hatte. Der Transkulturalitätsbegriff entspreche im Prinzip dem modernen „interaktionistisch und prozesshaft orientierten“ Interkulturalitätsbegriff, der sich auf Synergien und Hybridität konzentriert, ohne Heterogenität zu unterschlagen.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Welschs Ansatz ist auch methodisch kritisiert worden.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aufgreifen_des_Begriffs_durch_Seyran_Ateş"><span id="Aufgreifen_des_Begriffs_durch_Seyran_Ate.C5.9F"></span>Aufgreifen des Begriffs durch Seyran Ateş</h2></div>
<p>Der Begriff der Transkulturalität wurde 2007 von <a href="Seyran_Ate%C5%9F" title="Seyran Ateş">Seyran Ateş</a> aufgegriffen. Sie skizzierte in ihrem 2007 erschienenen Buch <i>Der Multikulti-Irrtum</i> die Vision einer transkulturellen Gesellschaft. Darunter versteht sie eine Gesellschaft, in der Zuwanderer in mindestens zwei Kulturen zuhause sind: In ihrer Herkunftskultur, aber auch in der Kultur ihrer Aufnahmegesellschaft. Falls es zu unüberbrückbaren Gegensätzen zwischen beiden Kulturen kommt, hat die Kultur der Aufnahmegesellschaft Vorrang. Deshalb setzt sich Seyran Ateş für die kompromisslose Durchsetzung der <a href="Menschenrechte" title="Menschenrechte">Menschenrechte</a> auch bei Zuwanderern ein. Ateş fordert eine <a href="Europ%C3%A4ische_Leitkultur" class="mw-redirect" title="Europäische Leitkultur">europäische Leitkultur</a>.
</p><p>Wie der Titel ihres Buches bereits anzeigt, grenzt Seyran Ateş ihre Vision einer transkulturellen Gesellschaft scharf von der Idee der <a href="Multikulturalit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Multikulturalität">Multikulturalität</a> ab. Den – Zitat – „urdeutschen Multikulti-Fanatikern“ wirft Seyran Ateş eine „schwere Schuld“ vor. Sie hätten Toleranz gegenüber Menschenrechtsverletzungen gezeigt, Frauen und Mädchen im Stich gelassen und statt eines Miteinanders zu einem Nebeneinander und Gegeneinander in der Gesellschaft beigetragen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Pädagogische_Zugänge:_Transkulturelle_Erziehung"><span id="P.C3.A4dagogische_Zug.C3.A4nge:_Transkulturelle_Erziehung"></span>Pädagogische Zugänge: Transkulturelle Erziehung</h2></div>
<p>Transkulturalität kann neben dem deskriptiven und normativen Sinne als Gesellschaftskonzept auch im praktischen und operativen Sinne als Erziehungskonzept verstanden werden. Eine so konzipierte <a href="Erziehung" title="Erziehung">Erziehung</a> trage, den Verfechtern dieser zufolge, den Herausforderungen einer sich zur transkulturellen Gesellschaft entwickelnden <a href="Einwanderungsgesellschaft" class="mw-redirect" title="Einwanderungsgesellschaft">Einwanderungsgesellschaft</a> Rechnung. Erste Ansätze zu einer transkulturellen Erziehung gehen auf die 1980er Jahre zurück.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auf Welschs theoretische Überlegungen während der 1990er Jahre und die dadurch ausgelösten Debatten in den <a href="Sozialwissenschaft" class="mw-redirect" title="Sozialwissenschaft">Sozial-</a> und <a href="Kulturwissenschaft" title="Kulturwissenschaft">Kulturwissenschaften</a> hin folgten Versuche, das Konzept der Transkulturalität auch für die <a href="P%C3%A4dagogik" title="Pädagogik">pädagogische</a> Praxis fruchtbar zu machen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Transkulturelle Erziehung nimmt Welschs Kritik am Konzept der <a href="Interkulturalit%C3%A4t" title="Interkulturalität">Interkulturalität</a> ernst und stellt damit eine Alternative zur <a href="Interkulturelle_Erziehung" title="Interkulturelle Erziehung">interkulturellen Erziehung</a> dar. Insofern fanden transkulturelle Ansätze nur schwerlich Eingang in die als <a href="Interkulturelle_Erziehung#Interkulturelle_Pädagogik_(ab_1980er-Jahre)" title="Interkulturelle Erziehung">interkulturelle Pädagogik</a> gehandelte Praxis der 1990er Jahre.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Arata_Takeda" title="Arata Takeda">Arata Takeda</a> plädiert in seinem 2012 erschienenen Buch <i>Wir sind wie Baumstämme im Schnee</i> für eine Erziehung, die den zurzeit in Politik und Gesellschaft herrschenden <a href="Kulturalismus" title="Kulturalismus">Kulturalismus</a> überwinden helfen soll, und schlägt ein gründliches Umdenken in Richtung transkultureller Erziehung vor. Die nicht immer sichtbare, aber sicher bestehende Beweglichkeit von <a href="Kulturelle_Identit%C3%A4t" title="Kulturelle Identität">kulturellen Identitäten</a> in Raum und Zeit wird durch das im Titel wiedergegebene <a href="Franz_Kafka" title="Franz Kafka">Kafka-</a>Zitat programmatisch zum Ausdruck gebracht. Takeda macht darauf aufmerksam, dass sich die Ansätze der interkulturellen Pädagogik an Konzepten der <a href="Interkulturelle_Kommunikation" title="Interkulturelle Kommunikation">interkulturellen Kommunikation</a> und Methoden des <a href="Interkulturelles_Lernen" title="Interkulturelles Lernen">interkulturellen Lernens</a> orientieren, die vornehmlich die Verbesserung der internationalen <a href="Wirtschaftskommunikation" title="Wirtschaftskommunikation">Wirtschaftskommunikation</a> im Blick haben und sich daher wenig für eine Erziehung zum Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft eigneten. Zentrale Aufgabe der transkulturellen Erziehung sei es, Kulturen nicht als Merkmale der Differenz, sondern als Chancen zur <a href="Partizipation" title="Partizipation">Teilhabe</a> zu vermitteln.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die musikpädagogische Diskussion grenzt die transkulturelle Musikerziehung<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zwar von der inter- und multikulturellen ab, subsumiert aber zunehmend die <a href="Interkulturelle_Musikerziehung" title="Interkulturelle Musikerziehung">Interkulturelle Musikerziehung</a> unter Musikerziehung für ein Leben in der Migrationsgesellschaft mit dem Ziel musikalischer Bildung in einer multikulturellen Gesellschaft und einer globalisierten Welt: „Ziel der Interkulturellen Musikerziehung ist die Schüler/innen zu befähigen, aktiv, bewusst, selbstbestimmt und sozial in der multikulturellen Migrationsgesellschaft und einer globalisierten Welt musikalisch tätig zu sein“.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hochschulstudium">Hochschulstudium</h2></div>
<p>Folgende Studiengänge mit dem Schwerpunkt Transkulturalität werden im deutschsprachigen Raum angeboten:
</p><p>Bachelor of Arts:
</p>
<ul><li>Transkulturalität – Medien, Sprachen, Texte in einer globalisierten Welt; <a href="Heinrich-Heine-Universit%C3%A4t_D%C3%BCsseldorf" title="Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf">Universität Düsseldorf</a><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Transkulturelle Kommunikation; <a href="Universit%C3%A4t_Graz" title="Universität Graz">Universität Graz</a><sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Transkulturelle Kommunikation; <a href="Universit%C3%A4t_Wien" title="Universität Wien">Universität Wien</a><sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Master of Arts:
</p>
<ul><li>Transkulturelle Studien; <a href="Universit%C3%A4t_Bremen" title="Universität Bremen">Universität Bremen</a><sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Transkulturelle Studien. Literaturen und Sprachkontakte im frankophonen Raum; <a href="Ruprecht-Karls-Universit%C3%A4t_Heidelberg" title="Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg">Universität Heidelberg</a><sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Theaterwissenschaft transkulturell – Geschichte, Theorie, Praxis; <a href="Universit%C3%A4t_Leipzig" title="Universität Leipzig">Universität Leipzig</a><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Moving Cultures-Transcultural Encounters; <a href="Johann_Wolfgang_Goethe-Universit%C3%A4t_Frankfurt_am_Main" title="Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main">Universität Frankfurt</a><sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Seyran_Ate%C5%9F" title="Seyran Ateş">Seyran Ateş</a>: <i>Der Multikulti-Irrtum. Wie wir in Deutschland besser zusammenleben können</i>, 2007, ISBN 3-550-08694-6.</li>
<li>Asit Datta (Hrsg.): <i>Transkulturalität und Identität. Bildungsprozesse zwischen Exklusion und Inklusion</i>. Frankfurt am Main: IKO – Verlag für Interkulturelle Kommunikation, 2005, ISBN 3-88939-776-X.</li>
<li><a href="Csaba_F%C3%B6ldes" title="Csaba Földes">Csaba Földes</a>: <i>Kontaktdeutsch. Zur Theorie eines Varietätentyps unter transkulturellen Bedingungen von Mehrsprachigkeit</i>. Tübingen: Verlag Gunter Narr 2005, ISBN 3-8233-6160-0; im Internet unter: <a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.foeldes.eu/sites/default/files/Kontaktdeutsch.pdf">https://www.foeldes.eu/sites/default/files/Kontaktdeutsch.pdf</a>.</li>
<li><a href="Michael_Fisch" title="Michael Fisch">Michael Fisch</a>: <i>Interkulturalität versus Transkulturalität. Über die Abnutzung eines allzu häufig verwendeten Begriffs</i>. In: <i>Interkulturalität in Theorie und Praxis. Tagungsbeiträge.</i> Herausgegeben von Mohammed Elbah, Redoine Hasbane, Martina Möller, Rachid Moursli, Naima Tahiri und Raja Tazi. Rabat: Faculté des Lettres et des Sciences Humaines 2015, S. 7–28. ISBN 978-9954-638-25-5</li>
<li><a href="Antje_Gunsenheimer" title="Antje Gunsenheimer">Antje Gunsenheimer</a> (Hrsg.): <i>Grenzen. Differenzen. Übergänge. Spannungsfelder inter- und transkultureller Kommunikation</i>, Bielefeld: transcript 2007, ISBN 978-3-89942-794-3.</li>
<li><a href="Monica_Juneja" title="Monica Juneja">Monica Juneja</a> &amp; Michael Falser: <i>Kulturerbe – Denkmalpflege: transkulturell. Eine Einleitung.</i> In: Dies. (Hrsg.): <i>Kulturerbe und Denkmalpflege transkulturell. Grenzgänge zwischen Theorie und Praxis.</i> Bielefeld: Transcript 2013, S. 17–34, ISBN 978-3-8376-2091-7.</li>
<li><a href="Andreas_Langenohl" title="Andreas Langenohl">Andreas Langenohl</a>, Ralph Poole &amp; <a href="Manfred_Weinberg" title="Manfred Weinberg">Manfred Weinberg</a> (Hrsg.): <i>Transkulturalität. Klassische Texte</i>. transcript, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8376-1709-2.</li>
<li><a href="Arata_Takeda" title="Arata Takeda">Arata Takeda</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/46693/pdf/53560.pdf?sequence=1&amp;isAllowed=y"><i>Transkulturalität im Schulunterricht. Ein Konzept und vier ‚Rezepte‘ für grenzüberschreitendes Lehren und Lernen</i></a> (PDF; 1,2&nbsp;MB).</li>
<li>Arata Takeda: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.com/books?id=G6rQVqQ51-wC&amp;printsec=frontcover&amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;q&amp;f=false"><i>Wir sind wie Baumstämme im Schnee. Ein Plädoyer für transkulturelle Erziehung</i></a>. Münster/New York/München/Berlin: Waxmann 2012, ISBN 978-3-8309-2716-7</li>
<li>Arata Takeda: <i>Denn wir sind wie Baumstämme im Schnee. Sprache, Kultur und Werte in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland</i>. In: »Transkulturelle Hermeneutik I«. Vorträge auf Einladung des Walter Benjamin-Lehrstuhls für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Herausgegeben von Michael Fisch und Christoph Schmidt. Berlin: Weidler 2020, S. 9–24. (= Beiträge zur transkulturellen Wissenschaft. Band 12.) ISBN 978-3-89693-750-6</li>
<li>Georg Wagner-Kyora, Jens Wilczek, Friedrich Huneke (Hrsg.): <i>Transkulturelle Geschichtsdidaktik. Kompetenzen und Unterrichtskonzepte.</i> Schwalbach/Taunus: Wochenschau-Verlag 2008, ISBN 978-3-89974-406-4.</li>
<li><a href="Wolfgang_Welsch_(Philosoph)" title="Wolfgang Welsch (Philosoph)">Wolfgang Welsch</a>: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://welsch.uni-jena.de/papers/W_Welsch_Was_ist_Transkulturalit%C3%A4t.pdf">Was ist eigentlich Transkulturalität?</a></i> In: Lucyna Darowska, Claudia Machold (Hrsg.): <i>Hochschule als transkultureller Raum? Beiträge zu Kultur, Bildung und Differenz.</i> transcript, Bielefeld 2009.</li>
<li>Wolfgang Welsch: <i>Transkulturalität. Realität – Geschichte – Aufgabe</i>. new academic press, Wien 2017, ISBN 978-3-7003-2075-3.</li>
<li>Wolfgang Welsch: <i>Wir sind alle Mischlinge. Über transkulturelle Identitäten</i>. In: »Transkulturelle Hermeneutik I«. Vorträge auf Einladung des Walter Benjamin-Lehrstuhls für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Herausgegeben von Michael Fisch und Christoph Schmidt. Berlin: Weidler 2020, S. 125–141. (= Beiträge zur transkulturellen Wissenschaft. Band 12.) ISBN 978-3-89693-750-6.</li>
<li>Wolfgang Welsch: <i>Transkulturalität. Lebensformen nach der Auflösung der Kulturen</i>. In: »Transkulturelle Hermeneutik II«. Beiträge auf Einladung der Abteilung für deutsche Sprache und Literatur an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Herausgegeben von Michael Fisch und Amir Engel. Berlin: Weidler 2021, S. 291–306. (= Beiträge zur transkulturellen Wissenschaft. Band 13.) ISBN 978-3-89693-762-9.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Interkulturelle_Kompetenz" title="Interkulturelle Kompetenz">Interkulturelle Kompetenz</a></li>
<li><a href="Interkulturelle_Kommunikation" title="Interkulturelle Kommunikation">Interkulturelle Kommunikation</a></li>
<li><a href="Kulturelle_Vielfalt" title="Kulturelle Vielfalt">Kulturelle Vielfalt</a></li></ul>
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